Der Müller-Thurgau

Die Müller-Thurgau-Rebe verdankt ihre Existenz und ihren Namen Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau. Er lebte von 1850 bis 1927 und züchtete in der Forschungsanstalt Geisenheim im Rheingau diese Rebsorte.

 

Lange Zeit hielt man die Rebsorten Riesling und Silvaner als Urreben für den Müller-Thurgau. So entstand auch die die Bezeichnung Rivaner, als Ableitung aus diesen beiden Rebsorten.

 

Die mit modernen Methoden durchgeführten Genuntersuchungen belegen eindeutig, dass der Müller-Thurgau durch eine Kreuzung des "Riesling" mit der Rebe "Madeleine royale" gezüchtet wurde.

 

Die Rebsorte "Madeleine royale" ist wiederum eine Kreuzung von Pinot und Trollinger und wird hauptsächlich als Tafeltraube verwendet.

 

Der Müller-Thurgau ist eine früh reifende Rebsorte. Die Rebe gilt als ertragssicher und stellt nicht die besonderen Anforderungen an den Standort, wie der Riesling. Sie liefert unkomplizierte, milde, blumige Weine mit einem fruchtigen Muskataroma. Frisch getrunken schmeckt er am besten. Die Lagerfähigkeit ist begrenzt.

 

Ist der Müller-Thurgau als "Rivaner" deklariert, kann man von einem trockenen, frischen Wein ausgehen.