Die Lagen

Das Geheimnis der Spitzenrieslinge an der Saar liegt an dem Einfluß folgender Faktoren, die der Weinkenner als Terroir definiert:

 

* Steilhänge in Südlage, dadurch optimale Sonneneinstrahlung

* Wärmeaufnahme und Abstrahlung durch Schieferboden

* windgeschützte und kühle klimatische Bedingungen

* Reflektion der Sonnenstrahlen durch Wasserspiegel der Saar

 

Wegen der geschützten Tallage, der auf dem 50. Grad nördlicher Breite liegenden ältesten deutschen Weinregion, bauten bereits im ersten Jahrhundert nach Christus die Römer Reben an den Steilhängen der  Saar an. Über die Hälfte der Rebfläche befindet sich in Steillagen mit  über 30 Grad Hangneigung.

 

Durch die Hangneigung ist der Einfallswinkel der Sonnenstrahlung für die Reben im Steilhang ideal. Das Schiefergestein der Steilhänge speichert am Tag die Sonnenwärme und gibt sie Nachts wieder an die Reben ab und sorgt damit für ein milderes Klima in den Weinbergen. Der Wald auf den Höhenzügen über den Weinbergen bietet zusätzlich Schutz vor Wind und Kaltluft.

 

Wichtigstes Gestein der Weinberge ist der Devonschiefer, der vor 400 Millionen Jahren entstand, als ein tropischer Ur-Ozean, in dem sich kilometerhohe Sedimente gebildet hatten, zu dem Rheinischen Schiefergebirge aufgefaltet wurde. Das Gestein verwittert sehr leicht, die Bestandteile zerfallen und bereichern den Boden, wird im Grundwasser gelöst und von den Reben aus dem Boden aufgenommen.