Die Saar

Die Saar ist mit 227 Kilometer Länge wichtigster Nebenfluß der Mosel. Sie entspringt in den Vogesen in Frankreich und gelangt nach rund 120 Kilometern bei Saargemünd nach Deutschland.

 

Weinbau wird ausschließlich entlang den rund 28 Flußkilometern auf rheinland-pfälzischem Gebiet zwischen den Orten Serrig und der Saarmündung bei Konz betrieben.

 

Die Saar ist Teil des Weinbaugebiets Mosel - der ältesten deutschen Weinregion. Das Weinbaugebiet Mosel ist mit ca. 8.950 Hektar Weinbergsfläche das fünftgrößte der 13 deutschen Weinbaugebiete. Das früher unter der Bezeichnung - "Mosel-Saar-Ruwer" - bekannte Weinbaugebiet trägt seit 1. August 2007 den Namen "Mosel".

 

Auf rund 721 Hektar, davon 46 % Steillagen von über 30 % Steigung, ist Riesling an der Saar mit ca. 80 % der Anbaufläche die wichtigste Rebsorte. Auf den Devon-Schieferböden, die ca. 50-100 Meter höher liegen als die Mosel, herrscht ein kühles Microklima. Es verschafft dem spät reifenden Riesling, der im Oktober und je nach Jahrgang erst im November geerntet wird, eine lange Vegetationsperiode. Die Reben haben ausreichend Zeit, Mineralien, natürlichen Fruchtzucker und Extrakte in ihren Beeren zu sammeln. Sie bringen besonders fruchtige, mineralische, elegante und langlebige Weine hervor, mit Aromen von Zitrus, aber auch Apfel und weißem Pfirsisch.

 

Der Anteil lieblicher, fruchtiger und edelsüßer Weine über 18 Gramm Restzucker liegt bei etwa 73 Prozent. Bei diesen hochreifen Weinen sind exotische Fruchtaromen, wie Mango, Maracuja und Feigen, sowie der Duft nach Honig und Rosinen typisch.